Die neu gestaltete Staatsopernhomepage ist jetzt auch schon wieder drei Wochen online und die vielen Fehler, die man in den ersten Tagen finden konnte (bis zu Videos, die überhaupt nichts mit der Staatsoper zu tun hatten) sind inzwischen merklich weniger geworden - aber eben nur „weniger“.
Nach wie vor stößt man auf ins „Not-Found“-Nirwana führende Links und bei der Darstellung von Umlauten ist auch noch nicht alles geritzt. (Ein kleiner Tipp: „März“.) Puccins „La Bohème“ sucht man im Verzeichnis des Repertoires nach wie vor vergebens – und warum die Premieren noch immer nicht mit Inhaltsangaben versehen wurden? Bei „Cardillac“ erfährt man immerhin, dass es einen „1. Akt“ gibt. Zudem ist die Angabe der „Vollständigen Besetzung“ oft eher rudimentär. Interessant ist weiters, dass es zu den Ballettmitgliedern Biographien gibt, aber nicht zu den Sängerinnen und Sängern. „Sponsoren / Donatoren / Förderer“ haben sich – wenn man darauf klickt – anscheinend auch noch keine eingefunden?
Die Darstellung des Kundenmagazins „prolog“ ist zwar optisch schön, aber am Bildschirm nicht lesbar (oder brauchts da besonderes Equipment?). Noch schöner wäre es, man könnte es wie früher als PDF herunterladen – leider ist das ganze „prolog“-Archiv einfach verschwunden. Verschwunden sind auch die Auflistungen der Premieren von 1955 bis heute und die Besetzungslisten der letzten Jahre. Die kurzen Videos zu den Werken hat man durch Bilderleisten ersetzt. Das ist kein guter Service. Aber vielleicht kommt das ja wieder, muss noch dem Seitenoutfit angepasst werden.
Nein, es geht hier nicht darum, die wahrscheinlich stressgeplagten Homepageverantwortlichen an den Pranger zu stellen – und das Design so wie die Bedienerführung sind auch recht gelungen. Aber nach drei Wochen gibt es der Mängel einfach immer noch zu viele, als dass man den Eindruck gewinnen könnte, hier würde sich jemand professionell um das Webseiten-Management kümmern.
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