Montag, 23. August 2010

Beurteilungsunterschiede

Beginnt sich das „deutsche Feuilleton“ schon auf den neuen Wiener Staatsoperndirektor einzuschießen? Angeblich liefert Meyer „unerträgliche Plattitüden“ ab. Aber was könnte den Wien-Blogger der taz wirklich so entzürnt haben? Man lese die beiden nachfolgenden Zitate und bilde sich (k)einen Reim darauf.

„Minus: Während die Neue Kronenzeitung dieses Wochenende über den Bienenstock auf dem Dach der Wiener Staatsoper berichtet, kommt im SPEKTRUM leider der nächste Direktor des Hauses zu Wort. Dominique Meyer liefert unerträgliche Plattitüden, indem er in der dritten Person von sich spricht: »Intendanten sollten … Der Intendant hat sich … Ein Intendant ist kein …«."


„Ich kann nichts anfangen mit dem angeblichen Gegensatz zwischen „traditioneller“ und „moderner“ Regie, denn Letztere ist oft lediglich ein Synonym für mangelndes handwerkliches Können. Es gibt schlicht viele schlechte Regiearbeiten. Das hat mit Modernität nichts zu tun. Was im Feuilleton gern „modern“ genannt wird, kopiert doch oft nur Erscheinungen der Dreißigerjahre. Sooft ich eine Toilette auf der Bühne sehe, denke ich bei mir: Marcel Duchamp lässt grüßen.“

Staatsoperndirektor Dominique Meyer im SPEKTURM der „Presse

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