Am 15. Juli hat im Theater an der Wien „Die Fledermaus“ Premiere. Regie führt Philipp Himmelmann. In der aktuellen Ausgabe des Publikummagazins STAGIONE #5 des Theaters an der Wien erfährt man dankenswerter Weise, was Himmelmann mit der „Fledermaus“ vorhaben könnte. Vor allem erfährt man gleich im Untertitel: „Philipp Himmelmann befreit sich von Traditionen und inszeniert Die Fledermaus.“ Später liest man allerdings nur, er fühle sich von Tradititonen „frei“ und dass er das Werk „unvoreingenommen“ präsentieren möchte.
In seiner Unvoreingenommenheit hat der Regisseur das Stück natürlich schon durchleuchtet und auf seinen Gegenwartsbezug abgeklopft. Anders geht es heute ja nicht mehr. Er kommt dabei zum Schluss, dass das „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“ als fatalistische Haltung uns auch heute noch umgibt. Zitat: „An dieser unabweisbaren Aktualität wird sich unsere Konzeption im Rausch der Musik entlangarbeiten.“ Und: „Allein die Personen des Werkes spiegeln eine Gesellschaft wider, die sich selbst von der Realität verabschiedet hat.“ Deshalb – oder zumindest weil es ihm aus irgendwelchen Gründen logisch erscheint – werden Dr. Falke und der Frosch von derselben Person dargestellt. „Wir fassen den Intriganten und den Organisator der Intrige zusammen.“ Alles klar?
Nun, Himmelmann meint es sicher gut. Er hat sich sogar über das Gefängnis im letzten Akt Gedanken gemacht. „Inwieweit muss man es als einen Ort mit Stacheldraht bebildern, oder was kann sonst noch ein Ort sein, aus dem wir nicht mehr hinauskommen?“ Stacheldraht? Kann es sein, dass Himmelmann die „Fledermaus“ mit Janaceks „Aus einem Totenhaus“ verwechselt?
In seiner Unvoreingenommenheit hat der Regisseur das Stück natürlich schon durchleuchtet und auf seinen Gegenwartsbezug abgeklopft. Anders geht es heute ja nicht mehr. Er kommt dabei zum Schluss, dass das „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“ als fatalistische Haltung uns auch heute noch umgibt. Zitat: „An dieser unabweisbaren Aktualität wird sich unsere Konzeption im Rausch der Musik entlangarbeiten.“ Und: „Allein die Personen des Werkes spiegeln eine Gesellschaft wider, die sich selbst von der Realität verabschiedet hat.“ Deshalb – oder zumindest weil es ihm aus irgendwelchen Gründen logisch erscheint – werden Dr. Falke und der Frosch von derselben Person dargestellt. „Wir fassen den Intriganten und den Organisator der Intrige zusammen.“ Alles klar?
Nun, Himmelmann meint es sicher gut. Er hat sich sogar über das Gefängnis im letzten Akt Gedanken gemacht. „Inwieweit muss man es als einen Ort mit Stacheldraht bebildern, oder was kann sonst noch ein Ort sein, aus dem wir nicht mehr hinauskommen?“ Stacheldraht? Kann es sein, dass Himmelmann die „Fledermaus“ mit Janaceks „Aus einem Totenhaus“ verwechselt?
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen